Über Bilzingsleben

Als Südtor zum Geopark Kyffhäuser bekannt, ist Bilzingsleben, aufgrund der zentralen Lage im Herzen Deutschlands, der perfekte Ausgangspunkt für Aus­flüge in alle Himmelsrichtungen. Unser Ort liegt im Freistaat Thüringen und umfasst ca. 650 Einwohner.
Die erste Hälfte des Ortsnamens geht auf den Gründer der damaligen Siedlung zurück, einem gewissen „Bulzo“. Die Endung des Ortsnamens „leben“ stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet übersetzt soviel wie „Das Erbe der Väter“. Nachfahren des damals in Bilzingsleben ansässigen Adelsgeschlechts von Bültzingslöwen kehren auch heutzutage noch gerne in die alte Heimat zurück. Der Stammsitz wurde im Jahr 1174 erstmalig urkundlich erwähnt.

Luftaufnahme von Bilzingsleben im Jahr 2016

Geschichtliche Kennzahlen des Ortes

1174 – Urkundliche Ersterwähnung
1512 – Bau der Dorfkirche
1710 – Erste schriftliche Erwähnung von fossilen Knochen und Zähnen aus der Umgebung
1819 – Gründung des ersten thüringer Geschichtsvereins auf dem Gutsgelände
1971 – Beginn von archäologischen Ausgrabungen und Untersuchungen auf der Steinrinne

Der Planetoid Bilzingsleben

Der Astronom Dr. Freimut Börngen aus Jena – Isserstedt taufte am 25. Januar 2005 den Kleinplaneten 85217 auf den Namen Bilzingsleben.

Herr Dr. Freimut Börngen, gebürtiger Hallenser, hat Thüringen kennen und lieben gelernt und ist so zum Thüringer geworden.
Er arbeitete 35 Jahre in der Thüringer Landessternwarte, wo er mit einem 2 m – Teleskop am 31. Oktober 1992 einen Planetoiden entdeckte, welchem er den Namen „Bilzingsleben“ gab. Schon im Januar 1964 entdeckte er einen Planetoiden, den er dann im April 1994 den Namen der naheliegenden, vorbeifließenden Unstrut gab.

Der Planetoid Bilzingsleben bewegte sich vom 11. März 2006 bis 9. Mai 2008 durch das Sternbild Stier ganz inder Nähe des Sternhaufens der Plejaden. Die nächste Opposition zur Sonne fand am 5.April 2009 statt. Er befand sich im Sternbild der Jungfrau und erreichte eine Helligkeit von 19,9 ter Größe, war aber immer noch cirka 13 Größen schwächer als das er mit bloßem Auge sichtbar gewesen wäre.

Herzlichen Dank an Herrn Dr. Freimut Börngen für diese einmalige Spende!